Aberglaube - Das Positive ist immer allgegenwärtig

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Aberglaube


Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens, deswegen schadet`s dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein.

(Goethe)


Glaskugeln dienten in der Hellseherei als ein Übertragungsmedium und sollen Verborgenes sichtbar machen. Das „Sehen“ aus Glaskugeln leitet sich aus dem alten Aberglauben des Spiegelsehens ab.

Scherben bringen Glück und vertreiben durch den Lärm böse Geister. Am Polterabend zertrümmern die Gäste vor der Tür des Brautpaares mitgebrachtes Geschirr.

Ein vierblättriges Kleeblatt kommt relativ selten vor, deshalb gilt es als Glückbringer. Es soll aber wichtigerweise zufällig gefunden werden und nicht gezüchtet sein.

Eine schwarze Katze läuft über den Weg? Vorsicht, „Von links nach rechts bringt`s Schlecht`s. Von rechts nach links Glück bringt`s.

Freitag ist der Hexentag, an dem alle weiblichen Wesen ausfahren, um Unheil anzurichten. Früher ritten die Hexen auf einer Katze.


Der Freitag der 13.

Der Freitag als solcher galt auch ohne 13 in vielen Bereichen des Volksglaubens als Unglückstag. Begründet wurde das damit, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Ein alter Spruch sagt.“Was am Freitag wird begonnen, hat nie ein gutes End genommen.“

Vor allem aber gilt Freitag der 13. bei uns als Unglückstag. Es gibt Menschen, die sich an diesem Tag nicht aus dem Haus trauen und Angst vor Unglück und Unfällen haben. Dieser Aberglaube kommt zum größten Teil aus den USA und hatte dort seine Höhepunkte mit dem schwarzen Freitag - dem Börsencrash von 1927, der zwar eigentlich am Donnerstag begann, aber Freitag dem 13. zugerechnet wird und zum Anderen mit dem Unglücksflug der Apollo 13, die an einem Freitag startete und die Quersumme des Datums (4.11.70) ebenfalls eine 13 ist.

Die Zahl 13 als Unglückszahl hat ihren Ursprung ebenfalls im christlichen Glauben - 13 Jünger saßen an der Abendmahltafel und der 13. war der Verräter Judas.

Bei Dornröschen war es die 13. Fee, die die Prinzessin verzauberte.

Die 13 überschreitet das geschlossene 12er-System - 12 Monate, 12 Stunden,12 Jünger.


Zum Geldvermehren

Erstaunlich viele abergläubische Handlungen zur Geldvermehrung haben bis in die heutige Zeit überlebt. Wahrscheinlich weil der Besitz von Geld nach wie vor das Erstrebenswerteste ist, was wir uns vorstellen können.

Wenn man im Frühling zum ersten mal den Kuckuck rufen hört, muss man Geld in der Tasche haben, dann wird man das ganze Jahr über keine Geldsorgen haben.

Wenn man eine Geldbörse verschenkt, so muss man einen Glückspfennig hineingeben, sonst bringt das Geschenk Unglück. Außerdem heißt es, das Geld würde sich sonst nicht vermehren.

Juckt Deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen.


Über die Treue


Um die Treue eines Mannes testen zu können, gibt es einen teuren Weg, dies herauszufinden. Schenke deinem Liebsten einen Saphir. Ist er untreu, wird der Stein seinen Glanz verlieren. Wird er den Stein verlieren, so wird er dich verlassen.

Etwas preiswerter ist folgender Weg; Pflücke ein frisches Blatt Basilikum und halte es über eine Kerze. Wenn es gar nicht oder langsam verbrennt, ist die Liebe stark. Verbrennt es aber zischend und krachend ist es mit der Treue nicht weit her.


Bestimmte Tage im Jahr


Natürlich gab es auch abergläubische Bräuche, mit denen sich die Menschen gerade in der Walpurgisnacht (30. April) gegen die Hexen schützen wollten. Wenn in der Walpurgisnacht mit Kirchenglocken geläutet wird, dann können die Hexen, die an den Kreuzungen ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten, einem nichts anhaben.

Eine Bauernregel besagt: “Ist die Hexennacht voll Regen, wird`s ein Jahr mit reichlich Segen!“

Der Andreastag ist der kirchliche Beginn der Adventszeit. Junge Mädchen können in dieser Nacht erfahren, wer ihr zukünftiger ist. Um ihn im Traum zu sehen, legen sie einen angebissenen Apfel unters Kopfkissen. Dann müssen sie mit dem linken Fuß zuerst rückwärts ins Bett steigen und dabei den Spruch sagen: "Heiliger Andreas, ich bitt dich, Bettstatt ich tritt dich, lass mir erscheinen den Herzallerliebsten mein!“


Einkommensverlust

Es heißt, dass immer dann, wenn man sich eine Zigarette an einer Kerze anzündet, ein Seemann stirbt. Eine Vorstellung, die mal einen realen Hintergrund hatte. Da viele alte oder arbeitslose Seeleute Streichhölzer herstellten, waren sie wirklich darauf angewiesen, dass sie auch genutzt wurden.


Kälteeinbruch

Krähen gelten nicht ganz zu unrecht als Todesboten! Die meisten von ihnen fliegen nämlich im Winter vor Schnee und klirrender Kälte davon. Oder anders gesagt: Wenn sie auftauchen, schlägt das Wetter um. Und das bedeutet für alte, schwache Menschen oft eine körperliche Belastung, die sie nicht mehr überleben.


Magische Worte

Die berühmte Zauberformel "Hokuspokus" dürfte von einem Hörfehler stammen. Als die Messe noch auf Latein abgehalten wurde, murmelte der Pfarrer bei der Wandlung „Hoc est enim corpus meum“ (deutsch: "Dies ist nämlich mein Leib“). Für die Gemeinde klang das wie „hoc es poces“, also „Hokuspokus.“


Doppeltes Omen


Freitage gelten in Gedenken an Christi Tod als Unglückstag. Und die 13 verdankt ihren schlechten Ruf dem 13. Monat, mit dem frühere Kulturen die Differenz zwischen Mond- und Sonnenlauf ausglichen. Alle drei Jahre musste man dann mehr Steuern zahlen.


Seelen-Bild

Zerbrochener Spiegel - gleich sieben Jahre Pech? Der Aberglaube entstand in der Zeit, in der Spiegel ungemein wertvoll waren und viele nicht wussten, wie so ein Zauberding funktioniert. Für sie war klar, dass es die Seele des Betrachters beherbergen musste, wenn es ihn abbilden kann. Wird diese bzw. der Spiegel zerstört, droht Strafe - klar.

Ruhetage

Wer zwischen Weihnachten und Neujahr Wäsche aufhängt, riskiert nach altem Aberglauben, dass im kommenden Jahr ein Verwandter stirbt. Früher glaubte man, in dieser Zeit sei Gott Wotan mit den Toten auf wilder Jagd. Verfangen sie sich in der Wäsche, nutzen sie die später als Leichentücher für ihre Besitzer.

Nach altem Aberglauben durfte ein junges, verheiratetes Paar nur bei Neumond oder zunehmenden Mond in das gemeinsame Haus einziehen. Nur dann, so der Volksglaube, würde das gemeinsame Glück auch sprichwörtlich zunehmen.



 
Monice
 
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